Ein romantischer Frühling…

Ein wahrhaft romantischer Frühling mit einem Hauch von Melancholie…

weil’s doch so schön zu Herzen geht!

Für das Lied „Våren“ zu Deutsch: „Frühling“, hat der norwegische Komponist Edvard Grieg auf der Schwelle des 20. Jahrhunderts der Romantik wahrhaft tief ins Herz gegriffen. Und weil in dieser verzauberten, romantischen Welt Norwegens das Leben hart und auch das Schöne nicht ohne Schmerz, genießen wir mit „Våren“ einen Frühling nicht ohne eine angemessene Portion „Moll“…Und genießen meine ich ganz wörtlich: „Våren“ ist für mich einfach zum Schwelgen…und WUNDERSCHÖN.

Interessanterweise haben wir mit den Proben für dieses Stück bereits im September auf dem Chorwochenende und Scheersberg begonnen. Im Herbst also. Und das passte auch schon wunderbar…mit besagter „Moll“-Betonung. Wir probten auf dem Scheersberg in einem schönen Raum mit riiiiesiger Fensterfront, vor der sich im Laufe des Wochenendes beeindruckende Wetterschauspiele ereigneten. Strahlendblauer Himmel und wilde Regenstürme tanzten miteinander und wechselten gefühlt im 5 Minutentakt einander ab. Das Ganze untermalt von (u.a.) von „Våren“. Herrlich!

Und nun also Frühling in Hamburg und „„Våren“ auf den Lippen…die Vollendung sozusagen ?

ICH LIEBE ES!!!

Das Wetter glaube ich auch. Ist es doch dem von Anfang September ganz ähnlich gerade…

AYNA

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Edvard Grieg:  Våren (deutsche Übersetzung)

Der Frühling

Einmal noch konnte ich schau‘n,
wie im Lenz der Winter muss fliehen,
einmal noch sah ich den Wildkirschenbaum im Frühling erblühen.
Einmal noch sah ich, vom Eise befreit, die Bergbächlein fließen,
hörte den brausenden Schmelzwasserstrom
ins Tal sich ergießen
Einmal noch sah ich die Blumen
im Grün der blühenden Wiesen,
hörte die Drossel mit jubelndem Sang den Sommer froh begrüßen.

Einst wird‘ ich selber ein Teil sein
von all dem Blühen und Schäumen,
werde mich laben am kühlfrischen Hauch in glücklichem Träumen.
Was mir der Frühling nur jemals geschenkt im blühenden Kranze,
hat mir die Geister der Väter erweckt,
ihr Seufzen, ihr Tanzen.
Fand ein Geheimnis des Frühlings im Tann,
so wollt es mir scheinen;
war mir, als ob meine Flöte begänn‘
ganz leise zu weinen.

aus: 12 Melodien nach Gedichten von A.O.Vinje (Op.33)

Bildnachweis: pixabay (bildgebende_Momente, MichaelGaida )

..nicht ganz Frühling, aber Norwegen..
…nicht unbedingt Norwegen, aber Frühling !